Naturschutzgebiet Tukolon Gegründet: 1976 Größe: 205500 ha Pufferzone:keine Einer der zahlreichen Flussläufe Foto: Wjatscheslav Petuchin Foto: Wjatscheslav Petuchin

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Naturschutzgebiet Tukolon

Tukolon ist das älteste Naturschutzgebiet im Irkutsker Oblast. Da ein recht mildes Klima herrscht, finden hier vor allem Huftiere in der kalten Jahreszeit Schutz und Möglichkeiten zum überwintern. Durch die technische und wirtschaftliche Erschließung der Region mit dem Bau der BAM (Baikal Armur Magistrale), welcher 1974 begann, drohte vielen Arten der Verlust ihres Lebensraums. Die BAM gefährdete die unberührte Natur im bislang kaum erschlossenen Norden des Baikals, gleichzeitig war dies eines der ersten technischen Großprojekte mit einem gewissen ökologischen Anspruch. Mit der Einrichtung eines Schutzgebietes sollte der Lebensraum für viele seltene und vom Aussterben bedrohte Tier- und Pflanzenarten erhalten bleiben. Das Territorium ist von Unterschieden geprägt. Es stellt sich durch die östlichen Abhänge der Kirngo-Chandinski Wasserscheide dar, welche eine kleine Bergkette bilden (300-800 m. Über dem Meeresspiegel), die das Flussbett der Kirenga umgeben. Entlang des Flusses und seiner Nebenarme kann man Steinsäulen von 30-40 Metern Höhe finden.

Flora und Fauna

Der größte Teil des Gebietes ist mit Nadelwald bedeckt. Die Berggipfel und die südlich ausgerichteten Abhänge sind von Kieferngestrüpp bewachsen. Weit verbreitet findet man Preiselbeer-, und Blaubeersträucher. Wo der Boden besonders feucht ist, wachsen anstelle von Nadelbäumen kleine Strauchgewächse sowie Weiden und Zwergbirken. In Ufernähe sind die Kiefernwälder mit Weißtannen und Zirbelkiefern durchsetzt. Das Schutzgebiet befindet sich in einer der schneeärmsten Regionen im Flussgebiet des Kirenga. Dies erklärt, warum dort besonders im Winter viele Elche, Nordhirsche und Rehe anzutreffen sind. Das gesamte Gebiet ist recht sumpfig, als kleine Bächlein und Quellen fließt an vielen Stellen das Grundwasser aus der Erde. Eine Besonderheit ist die Häufigkeit natürlicher Salzquellen. Im Frühling und Sommer werden diese Stellen oft von Wild besucht. Die Schwemmebene der Kirenga besteht aus einer Weiden- und Gestrüpplandschaft, die von Nebenarmen und Zuflüssen des Flusses durchzogen ist. Hier herrschen ideale Nistbedingungen für zahlreiche Arten von Wasservögeln. Auf den Inseln bringen im Frühling und zu Beginn des Sommers häufig Elchkühe ihre Jungen zur Welt. Das Gebiet ist Lebensraum vieler bedrohten Vogelarten. So kann man unter Anderem Schwarzstörche, Seeadler, Kraniche, Seidenschwänze und Schwäne beobachten. Weitere ständige Bewohner sind sind Zobel, Wölfe, Vielfraße, Bären und Fischotter.

Key Tipps

Wer in den Schutzgebieten im Norden des Baikals zelten möchte, benötigt eine Genehmigung, die man in Severobaikalsk bekommen kann. Entweder bei der Stadtverwaltung oder im Severobaikalsker Visit Cenrum an der Anlegestelle im Jacht-Club, aber auch im Visit-Zentrum in Nischneangarsk.

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