
Anfahrt
Am Donnerstagmorgen verliessen wir Irkutsk mit zwei Personenwagen, in Kultuk trafen wir unsere Freunde aus Ulan-Ude, und dann fuhren wir rassig durch die wunderschöne Tunka. Mondy ist die letzte Ortschaft, dorthin verkehrt auch ein Bus. Wir fuhren noch weiter bis zum Grenzposten, wo wir auch unsere Autos parkierten und so unsere Wandertour begannen.
Basislager
Das Basislager wird üblicherweise in der "Strel'ka", der Mündung der Flüsse "Belij Irkut" und "Muguwjek" auf 1827m aufgebaut. Der etwas über dem Bachbett gelegene Ort, etwa zwei Stunden vom Grenzposten entfernt, ist leider auch entsprechend verschmutzt.
Da es im April in Sibirien üblicherweise noch recht kühl ist, hatten wir uns mit einigermassen warmen Schlafsäcken ausgerüstet und schliefen dicht gedrängt in den Zelten. Das Essen bereiteten wir in Metallkesseln über dem Feuer. Axt und Säge sind dazu notwendig. Ein gutes Feuer ist bedeutend besser geeignet als etwa ein Gas- oder Benzinkocher. Wer mit letzteren bei kühlen Temperaturen unterwegs ist, sollte sich eine Konstruktion überlegen, welche den Kocher vom Wind und der kalten Luft abschirmt - sonst kriegt man das Wasser nie warm.
Akklimatisation
Den Freitag verwendeten wir, um uns an die etwas dünnere Luft und unsere Beine an die Arbeit zu gewöhnen. Gleichzeitig erlebten wir eine fantastische und scheinbar unberührte Landschaft. Eine Akklimatisation ist für den berggewohnten Europäer kaum notwendig, aber es lohnt sich, für den Munku-Sardyk und seine Umgebung etwas Zeit zu nehmen.