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Swjatoi Nos - Der Baikalsee hat eine Heilige Nase

Swjatoi Nos ist touristischer Mittelpunkt des Zabaikalskij Nationalparks und besonders in den Monaten der russischen Schulferien Juli, August von Schiffsausflüglern aus Irkutsk oder Jugendgruppen des abenteuerlichen, wander- und kletterfreudigen Typs frequentiert. Einsam und allein mit sich und der Natur ist man jedenfalls auf der Halbinsel zu dieser Zeit nicht, von Touristenmassen zu sprechen, wäre aber dennoch etwas übertrieben. Die Insel ist immerhin Heimat von ca. 80 in freier Wildbahn lebenden Braunbären, vielen seltenen Vogelarten wie Königsadler, Schwarzkranich oder Wanderfalke, die in den unzugänglichen Gebirgsregionen bzw. in ausgedehnten Sumpflandschaften anscheinend ausreichende Rückzugsmöglichkeiten finden. Die Vielfalt ihrer Flora und Fauna hat die Halbinsel zum großen Teil einem Ereignis zu verdanken, das zunächst die Vernichtung unzähliger Baikallandschaften zur Folge hatte: die Anstauung des Flusses Angara in den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts. Swjatoi Nos wurde dabei besonders auf seiner Landverbindung zum Ostufer des Sees zu großen Teilen überschwemmt, so dass heute nur noch ein verhältnismäßig schmaler, sandiger Streifen Festland und Insel verbindet, von nördlicher Seite her gesäumt von einer nunmehr 50-jährigen, artenreichen Teich- und Moorlandschaft. Auch in den unzähligen Buchten des Tschiwirkyskier Meerbusens (Tschiwyrkyuskij Saliw), der das nordöstliche Ufer der Halbinsel begrenzt, sind immer wieder überschwemmte Birken,-Kiefern- bzw. Buchenwälder zu entdecken.

Ein absolutes Kontrastprogramm zu den seichten Uferlandschaften der Festlandverbindung oder den geschützten Buchten des Meerbusens bietet das bis zu knapp 2000 Meter über Normalnull aufragende Gebirgsmassiv um den Berg Markovo (1876m), das flächenmäßig weit mehr als die Hälfte der Halbinsel dominiert. Von dessen lang gezogenen, plateauartigem Rücken kann man fantastische Ausblicke auf den Tschiwirkysker Meerbusen, das Uschkani-Archipel, die Nordspitze der größten Baikalinsel, Olchon, und bei gutem Wetter auch bis tief in die bewaldete Wildnis des Nordbaikal genießen.

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