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Das Volk der Kurykanen

Viel weiß man über die Kurykanen nicht und deshalb ist ihre Kultur wohl auch derart sagenumwoben. Bekannt ist nur, dass zwischen dem 6. und 11. Jahrhundert ein Nomadenstamm (vermutlich ein Turkvolk) am Baikalsee bzw. auf der Insel Olchon gelebt hat. Erst durch die Eroberungszüge der Mongolen unter Dschingis Khan wurden die Stämme gezwungen, weiter nördlich zu ziehen, so dass das Gebiet später von den Burjaten besiedelt wurde.

Allein auf der Insel Olchon zeugen mehr als 100 Fundstücke oder Relikte von der Besiedelung durch die Kurykanen. Die beeindruckensten Überreste findet man am Kap Chargoi im Süden der Insel. Markant ist vor allem eine noch gut sichtbare Trockenmauer, die die gesamte Bucht von der übrigen Insel abtrennt. Bis heute ist die Funktion dieser Mauer ungeklärt. Unweit hiervon sind noch eine Reihe alter Grabsteine zu finden sowie die Fundamente von mehreren Häusern. Inmitten des ehemals größten Hauses wurden mehrere Koch- und Aufbewahrungsutensilien gefunden, so dass sich hier vermutlich die zentrale Küche des Ortes befunden hat.

Ansonsten kursieren eine Vielzahl von Geschichten über die Kultur der Kurykanen bzw. über weitere Fundstücke, wie z.B. einem Opferstein an einer steilen Klippe unweit der Kurykanen-Mauer. Einen sehr freien und amüsant zu lesenden Interpretationsversuch findet man auf der Seite von Klaus Heid. Er beschreibt dort die "Ergebnisse" seiner Khuza-Expedition im Jahre 1995.

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