WWW.BAIKALINFO.COM

Navigation: Startseite:: Baikalsee:: Literatur:: Baikallied

Unser Baikallied

Melodie nach: "Es war in einer Sommernacht" 1. Es begann in einer Weihnachtsnacht am Rande des Ural Wir kletterten in unsern Zug kurz vor dem Pfeifsignal Wodkaduft lag in der Luft, die Nacht nahm ihren Lauf. Da teilte die Deschurnaja erst mal die Betten auf 2. Es war an einem Nachmittag im Zug namens Baikal, langsam wurden Menschen wach, das Licht schon wieder fahl. Wir schwankten hin zum Samowar und auch mal ins Bistro. Dann schloss uns die Deschurnaja mal wieder auf das Klo. 3. Es brach die letzte Nacht herein im Wagen Nummer 10. Wir schaukelten schon sanft im Schlaf, Irkutsk war fast zu seh'n. Am Bahnhof minus 19 Grad, die Gardine, die war weg. Seitdem glaubt die Deschurnaja an den Gardinenschreck. 4. Es war an einem Wintertag im Walde des Kitoi Wir kraxelten und langsam schied sich Weizen von der Spreu. Der Didi war fürs Loch zu dick, der Armin kam noch rein. Was wird wohl das Geheimnis von Armins Ernährung sein? 5. Es war an einem Wintertag am Rande des Baikal. Die Ossis, die lagerten, die Roste wurden kahl. Omulduft lag in der Luft Piroggen obendrauf da fraß der Tom Umbreitowitsch die letzte Südfrucht auf. 6. Es war in einer Winternacht im Zentrum von Irkutsk. Der Bus, der kam aus Deutschland und die Fenster war'n verschmutzt. Murkelduft lag in der Luft, die Jagd nahm ihren Lauf. Danach dann trank die Groß-WG den letzten Glühwein aus. 7. Es war am Zug zum Baikalsee Franks Thermometer kracht. Es waren unter 30 Grad, wer hätt' das noch gedacht? Die Toni war zu schwer bepackt, das Eis das warf sie hin. Seitdem hat das Schamanentum am Baikal wieder Sinn. 8. Das Ende des Jahrtausends naht, die Hütte ist geschmückt. Wir sind am fernen Baikalsee, Europa spielt verrückt. Birkenholz fliegt durch die Luft, wir trugen daran schwer. Die Luchse laufen uns davon wir torkeln hinterher. 9. Nun ist die Stunde Null in Sicht der Knoblauch hüllt uns ein der Wodka im Familienpack - so muss Silvester sein! Der Sekt nicht in den Gläsern schwappt wir ha'm ihn präpariert denn unter minus 30 Grad der Schampus sorbetiert! 10. So vergingen Stund' um Stund' wir merkten nicht mehr viel, der Didi fiel ins Koma dann, verpasst das tolle Spiel, Hexen, Drachen, tralala, steh auf und bück dich hin. Am besten fragt man Russen lieber nicht nach manchem Sinn... 11. Um sechs ein Prost auf Dresden dann, der Pegel sinkt schon ab. Wir stoßen nochmal müde an das Reinhard macht schon schlapp. Der Didi, der erwachte nun, der Hahn im Dorfe kräht! Das sagte schon Herr Gorbatschow: "so mancher kommt zu spät"... 12. Dann war die Feierei vorbei und auf ging's, zur Station. Man glaubt nicht, wie man schwitzen kann, bei solcher Kondition. Die Haare weiß, die Bäuche frei und dann Laurenzia der zwölfte Zug sollt unsrer sein das neue Jahr war da! 13. Der Rückflug war die Wahl die Qual doch so ein Russen-Jet, fliegt ohne den Computer-Spuk nach Hause uns ganz nett Kein Virus, kein Zusammenbruch, nur Jelzin, der war weg. Der Winter und Sibirien verlor'n für uns den Schreck. 14. In tausend Jahr'n, wir wissen es, Sibirien wird noch steh'n doch unsrer Jugend Augen werden es dann nicht mehr seh'n drum auf, für noch ein nächstes Mal am schönen Baikalsee wir lieben ihn bei Sonne, Kälte Regen oder Schnee!

WWW.BAIKALINFO.COM

(C) Baikalplan e.V. 2003 - 2007. Alle Rechte vorbehalten.

Wenn Sie diesen Artikel vervielfältigen oder veröffentlichen möchten, kontaktieren Sie uns bitte: info@baikalinfo.com