Unsere 10 Highlights

1. Wandern entlang des Great Baikal Trails von Listwianka nach Bolschoi Koty

Baikalufer bei Kadilnaja
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Foto: Lars Wagenknecht

Eine faszinierende Wanderung am Steilufer des Baikalsees, mit spektakulären Ausblicken auf die Perle Sibiriens und einem atemberaubenden Höhenprofil – nur 18 km Weg, an dem sich ein Highlight an das andere reiht. Der Abschnitt bis nach Bol. Koty ist mit An- und Abreise in 2 Tagen zu schaffen, man kann aber auch weiter bis Bol. Goloustnoje wandern. Seit 2005 ist der Weg dahin durch die freiwilligen Helfer des Great-Baikal-Trail-Projektes auch recht gut markiert. Das Marschrutka bringt einen schnell und günstig entlang der Angara nach Listwianka und das Raketa-Tragflügelboot wieder zurück nach Irkutsk. Für alle Durchreisenden mit wenig Zeit und Genusswanderer ein echtes Muss. Die Tour ist auch durch einen entspannten Aufenthalt in Bolschoi Koty und weitere Wanderungen in der Umgebung beliebig verlängerbar.

2. Banja, Omul und Wodka genießen

Trinkkultur
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Foto: Tom Umbreit

Um richtig nach Sibirien einzutauchen empfiehlt es sich, eine Banja zu besuchen – am besten in einem Dorf in der Nähe des Baikalsees wie z.B. in Tanchoi, sich danach einem frisch geräucherten Omul (dem typischen Baikal-Fisch) hinzugeben und gemeinsam mit Freunden und Fremden das ein oder andere Glas Wodka auf die Völkerfreundschaft zu leeren. Ein unvergessliches Erlebnis, dass bei ausreichendem Konsum von Brot und sauren Gurken zum Wodka auch am nächsten Morgen nur positive Spuren hinterlässt.

3. Schlauchboot-Rafting auf dem Fluss Kitoi im Sajan-Gebirge

Rafting auf dem Irkut
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Foto: Thomas Heidbüechel

Auch wenn der Baikal selbst noch viele spannende Ziele bereit hält, sollte man das Hinterland mit dem wunderschönen Sajan-Gebirge nicht verpassen. Verschiedene Veranstalter bieten preiswerte und individuelle Rafting-Touren mit dem Schlauchboot auf dem Kitoi an, die auch für unerfahrene Rafter leicht machbar sind. Eine spektakuläre Szenerie aus Gebirgskulisse, steilen Felsen, Wald und Stromschnellen zeigt die unendlichen und schönen Weiten Sibiriens. Mit ganz viel Glück winkt auch mal ein Braunbär vom Ufer. Diese Tour von ca. 3 Tagen bietet wesentlich schönere Perspektiven als die Fahrt auf dem Irkut. Das sagenumwobene und anregende Sagan-Daila-Kraut im Tee und ein leckeres Lagerfeuer-Essen sorgen für unvergessliche Abenteuerromantik.

4. Kalter Norden und heiße Quellen

heiße Quellen
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Foto: Sebastian Langer

Wenn auch 34 Stunden von Irkutsk entfernt, ist der Norden des Baikal gut erreichbar – mit der Eisenbahn der Baikal-Amur-Magistrale. Die Fahrt mit der sogenannten "BAM" ist bei weitem nicht so bequem wie mit der Transsib und nur wenige Touristen machen sich auf diesen interessanten Weg, der sehr authentisch zeigt, was es heißt, im fernen Osten Russlands zu leben. Die "realsozialistische" Stadt Sewerobaikalsk ist das Zentrum dieser Region, in deren Nähe es heiße Quellen zum Baden und Erholen gibt. Im Sommer lockt der Strand des Baikals in unmittelbarer Nähe der Stadt. Auch wenn das Wasser kalt ist, teilt man es sich kaum mit einem anderen Menschen. In keiner anderen Region lädt im Frühsommer bei 25 Grad und Sonnenschein eine übriggebliebene Eisscholle zum Sprung ins glasklare Wasser ein.

5. Freiwillig arbeiten in der Wildnis

heiße Quellen
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Foto: Robin Clark

Wer für Sibirien im Sommer mehr als nur ein paar Tage Zeit hat, kann sich im Vorfeld in Deutschland beim Dresdner Verein Baikalplan für eines der jährlich am Baikal stattfindenden 14-tägigen Workcamps anmelden. Seit mehreren Jahren unterstützt Baikalplan russische Aktivitäten zum Bau eines Wanderweges in der Baikalregion (siehe Punkt 1 der Highlights). Einige Stücke dieses 1600 km Weges sind schon fertig aber jedes Jahr wird weiter gebaut. Damit sind direkte Kontakte mit internationalen Teilnehmern der Camps und Einheimischen möglich. Man lernt dabei einen Teil des Baikals sehr intensiv kennen, arbeitet tagsüber und unternimmt am Wochenende Ausflüge. Es fallen dafür nur Kosten für Verpflegung an. Zelte werden gestellt. Eine einmalige Chance, intensiver mit der Region und ihren Bewohnern in Kontakt zu kommen und sich körperlich zu betätigen. Mit verbesserten Sprachkenntnissen und viel Wissen über Land und Leute ausgestattet kann man im Anschluss an die Camps auf eigene Faust weitere Teile der Baiaklregion entdecken.

6. 1600m über dem Baikalsee auf dem Pik Poroschistui

Blick vom 2025 m hohen Pik Poroschisty
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Foto: Tom Umbreit

In der Nähe der gut erreichbaren Stadt Baikalsk beginnt der Weg zum 2025 m hohen Pik Poroschisti im Chamar Daban Gebirge. Mit einer Karte und normaler Wander- und Zeltausrüstung kann man diesen Berg individuell besteigen. Der Weg führt recht gut ausgetreten durch ein schönes Tal und Blumenwiesen voller Edelweiß, Enzian und Rhododendron bis zum Basiscamp (ca. 6 Stunden). Der weitere Aufstieg bis zum Gipfel dauert ca. 4 Stunden – allerdings nur zwischen Juni und August und für trittsichere und schwindelfreie Bergwanderer. Der Blick vom Gipfel reicht weit über den Baikal und ins angrenzende Gebirge. Ein lohnender Ausflug, der 3 Tage Zeit in Anspruch nimmt.

7. Felsmalereien und Eishöhlen in der Tascheranskischen Steppe

Felszeichnungen in Sagan Saba
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Foto: Thomas Heidbüechel

Obwohl auch hierfür die Angebote von Reiseveranstaltern wie von Baikalexpedition.ru genutzt werden müssen, sind in dieser Gegend am Westufer äußerst lohnende Eindrücke unter der Erde zu gewinnen. Bedingt durch das hohe Alter des Baikalsees gibt es in dieser Region große und sehr schöne Eishöhlen, die mit entsprechender Begleitung leicht erkundet werden können. Die Ausrüstung dazu wird gestellt. Nicht weit von dort befinden sich direkt an einem Felsen der Steilküste des Baikal mehrere tausend Jahre alte Felsmalereien, die Jagdszenen der burjatischen Ureinwohner darstellen.

8. Panoramafahrt im Baikalexpress in Richtung Ivolginsk

Panoramafahrt
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Foto: Manfred Bartels

Als Ausflug aber auch als Variante des Weiterreisens empfiehlt sich eine Fahrt mit dem Baikalexpress – einer luxuriösen Variante der Elektritschka, die aber nur am Wochenende verkehrt. In ca. 9 Stunden fährt man bequem und entspannt immer am Ufer des Baikalsees entlang bis Ulan-Ude, wobei sich auf der linken Seite in Fahrtrichtung(!) sehr schöne Blicke auf den See bieten. Die Stadt mit ihren vielen denkmalgeschützten Gebäuden und ihrem sehr asiatischen Flair bietet sich als Ausgangsort für einen Ausflug in das buddhistische Kloster Ivolginsk an. Ulan-Ude hat mehr als 2200 Sonnenstunden im Jahr und bietet verschiedene Unterkunftsmöglichkeiten.

9. Faszination Olchon im Winter

Insel Olchon im Winter
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Foto: Tom Umbreit

Durch viele Filme und Bücher ist die Insel Olchon bekannt geworden und besonders im Sommer ein beliebtes Ziel. Der spektakuläre Schamanenfelsen, die duftende Kräutersteppe, das relativ warme Wasser (bis 20 Grad) und die Baikalrobben ziehen zahlreiche Touristen an. Ein unvergessliches Erlebnis bietet sich, wenn man im Winter die nahezu besucherfreie Insel besucht und mit der Begleitung eines Führers auf dem Eis des Baikals des sturmumtoste Kap Choboi umwandert. Das laute Knacken des dicken Eispanzers, die klare und eiskalte Luft und eine heiße Banja machen den Winter in Sibirien zum unvergesslichen Erlebnis.

10. Vogelparadies im Labyrinth des Selengadeltas

Selengadelta
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Foto: Clesar

Das Flussdelta der Selenga hat eine Länge von fast 80km. Die vielen Seitenarme, Sandbänke und das klare Wasser sind für tausende Wasservögel beliebter Rastplatz. Mit Hilfe der Nationalparkverwaltung in Tanchoi oder einheimischen Fischern in den Orten in der Nähe kann man mit einem Schiff das Delta erreichen. Ganz in der Nähe befindet sich das bekannte orthodoxe Kloster von Posolsk.

 

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Artikel geändert:
03 Feb 2007

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